Saumeute Starnberg

Vortrag von Mischa Harsch über die Saumeute Starnberg

Saumeute Starnberg LogoZum ersten Mal fand am 24. Februar 2015 im Gasthaus Ewald’s Steakhaus in Großhelfendorf für die Jagdschüler der Jagdschule Isaria eine Kursstunde der besonderen Art statt. Mischa Harsch und Reiner Braun berichteten über ihre Arbeit als Hundeführer in der Saumeute Starnberg, erklärten den Einsatz der Hundemeute in Bewegungsjagden auf Schwarzwild und sprachen über die Waidgerechtigkeit.

Die Jagdschüler waren fasziniert, als sie die Filmsequenzen und Bilder von Mischa Harsch über die Bewegungsjagd auf Schwarzwild betrachteten. Bewegungsjagd bedeutet, ein Wildtier, das uns mit seinen Instinkten weit überlegen ist, in freier Wildbahn und oft auf unwegsamen Gelände auf die Läufe zu bringen. Dabei wurde klar, welche besondere Bedeutung die getroffenen Schutzmaßnahmen haben. Die Hundeführer der Saumeute Starnberg tragen durchstoßfeste Hosen, Helme mit Sichtschutz und Handschuhe aus reißfestem Material, die Hunde tragen Hundeschutzwesten.

Bracken, bekannt für ihre große Ausdauer, Feinnasigkeit und Wildschärfe sind die idealen Jagdhunde für die Bewegungsjagd. Einsetzbar sind jedoch viele Jagdhunderassen in der Saumeute, denn jeder einzelne gut ausgebildete Jagdhund nimmt seine besondere Stellung mit besonderen Aufgaben in der Hundemeute ein. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Gehorsam dem Hundeführer gegenüber. Sprengt die Saumeute die Rotte und ein Jagdhund nimmt plötzlich die Fährte eines flüchtenden Rehwilds auf, ist es Aufgabe des Hundeführers seinen Jagdhund zurück zu rufen. Die Waidgerechtigkeit steht hier an erster Stelle für die Mitglieder der Saumeute Starnberg.

Saumeute StarnbergFür die Jagdschüler wurde es besonders interessant als Mischa Harsch über die organisatorische Planung, den disziplinierten Ablauf und die unmittelbaren Gefahren berichtete. Bewegungsjagd auf Schwarzwild heißt für die Hundeführer, möglichst effektiv mit gutem Handwerkszeug zu arbeiten. Sei es, wenn es darum geht Schwarzwild abzufangen oder das Wild vor die Stände der Schützen zu treiben – dabei ist immer höchste Konzentration gefordert. Die Belohnung für solch ein jagdliches Erlebnis ist für Hundeführer und Hundemeute gleich: In der Gemeinschaft die Natur erleben.

Dank der Video-Aufnahmen von Mischa Harsch hatte man den Eindruck, selbst an einer Bewegungsjagd auf Schwarzwild teilzunehmen. Es war als würde man hinter die Kulissen einer Gesellschaftsjagd schauen und man musste zu dem Entschluss kommen: Die eigentliche Jagd findet hier statt.

Martina König/ Jagdschule Isaria

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